Jenseits der Mythen: Argumente für die Anlage in Schwellenländern

5 min zu lesen 16 März 26

Die Schwellenländer gewinnen in langfristig ausgerichteten Portfolios als strategischer Bestandteil zunehmend an Bedeutung. Dafür sprechen robustes Wirtschaftswachstum, strukturelle Trends und vielfältige Anlagemöglichkeiten in dem Segment. Dennoch sind viele Anleger noch vorsichtig – oft aufgrund überholter Vorstellungen von politischer und wirtschaftlicher Instabilität der Emerging Markets.

Dieser Beitrag beleuchtet, wie sich die Schwellenländer in den letzten Jahren weiterentwickelt haben, und stellt damit traditionelle Sichtweisen in Frage. Unseres Erachtens liefern die günstigere Haushaltssituation vieler aufstrebender Volkswirtschaften sowie dynamische, innovationsgetriebene Sektoren zunehmend überzeugende Argumente für eine Neubewertung von Anlagen in Schwellenländern.

Globale Anleger richten ihren Fokus verstärkt auf Schwellenländer, in denen energische Reformen, an Tiefe gewinnende Kapitalmärkte und günstige demografische Entwicklungen für neue Chancen sorgen.

Die großen und dynamischen Volkswirtschaften der Emerging Markets bieten eine attraktive Mischung aus hohem Wachstumspotenzial, sektoraler und regionaler Vielfalt sowie attraktiven Bewertungen. Alles das macht sie aus unserer Sicht zu einem strategischen Bestandteil langfristig ausgerichteter Portfolios.

Der in den 1980er Jahren geprägte Begriff „Emerging Markets“ umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Staaten auf der ganzen Welt. Früher galten die Schwellenländer als einheitliche Gruppe mit mehreren gemeinsamen Merkmalen. Dazu zählte insbesondere ein hohes Wirtschaftswachstum, das durch Industrialisierung und Rohstoffgewinnung angetrieben wurde. In Verbindung gebracht wurden die Emerging Markets gleichzeitig mit weniger leistungsfähigen staatlichen Institutionen, politischer und wirtschaftlicher Instabilität sowie ausgeprägteren Kursschwankungen und allgemein höheren Risiken.

Einige dieser Probleme bestehen zwar noch, beispielsweise gibt es stärkere Schwankungen des Wirtschaftswachstums und der Inflation. Dennoch spiegelt diese etwas veraltete Wahrnehmungen wohl nicht die heutige Situation der Schwellenländer wider.

Ungeachtet weiterhin gegebener Risiken in den Schwellenländern sind die dort bestehenden Renditechancen unserer Meinung nach kaum zu übersehen. Für Anleger ist das ein starkes Argument, sich verstärkt in einem Anlagesegment zu engagieren, das in der Vergangenheit oft unterschätzt wurde.

Wachstumsmotor der Weltwirtschaft

Ein wesentliches Merkmal der Schwellenländer besteht darin, dass sie eine positive Wachstumsdynamik aufweisen, die dank struktureller Veränderungen auch künftig Bestand haben dürfte.

Dazu gehören die wachsende Mittelschicht, die den Konsum ankurbelt, die Urbanisierung und die Infrastrukturinvestitionen, die neue Wirtschaftszentren entstehen lassen, sowie die Einführung neuer Technologien, welche die Produktivität steigern.  

Das solide Wirtschaftswachstum war und ist einer der Hauptgründe für Investments in Schwellenländern, da es eine robuste Basis für das Gewinnwachstum der dort angesiedelten Unternehmen darstellt.

In den letzten Jahrzehnten sind die Schwellen- und Entwicklungsländer kontinuierlich schneller gewachsen als die gereiften Volkswirtschaften, und dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Für die Schwellenländer wird für 2025/2026 ein Wachstum von etwas mehr als 4 % p.a. prognostiziert, verglichen mit nur 1,5 % in den entwickelten Staaten1.

„Das solide Wirtschaftswachstum bleibt einer der Hauptgründe für Investments in Schwellenländer.“

In den letzten Jahrzehnten haben die Schwellenländer zunehmend an Bedeutung für die Weltwirtschaft gewonnen. S&P Global geht davon aus, dass auf die Emerging Markets im Jahr 2035 rund 65 % des globalen Wirtschaftswachstums entfallen werden, und sieht diese Länder im Zentrum einiger der weltweit ausgeprägtesten transformativen Megatrends2.

Führend im Bereich der „New Economy“

Galten die Emerging Markets einst als wirtschaftliche Nachzügler, so umfassen sie heute einige Länder, die in Zukunftsbranchen eine Führungsrolle einnehmen. Während für Volkswirtschaften wie Brasilien und Südafrika das Rohstoffsegment nach wie vor von großer Bedeutung ist, sind andere Schwellenländer auch für ihre Fortschritte in Bereichen wie E-Commerce und Künstliche Intelligenz (KI) bekannt. 

Insbesondere die asiatische Region ist führend in Sachen Technologie und Innovation, hält mit den entwickelten Ländern Schritt oder ist ihnen teilweise sogar voraus. So zeigte beispielsweise die Veröffentlichung des KI-Modells „DeepSeek“ Anfang 2025 die Fortschritte Chinas in Bezug auf Künstliche Intelligenz. 

China ist aber auch führend in der Batterietechnologie, der Herstellung von Solarzellen sowie zunehmend bei Elektroautos und autonomen Fahrzeugen. Dies verdeutlicht, wie sehr sich Chinas Wirtschaft in den letzten Jahren verändert hat und nun einen neuen Schwerpunkt auf innovative Entwicklungen legt.  

Technologische Fortschritte sind unterdessen in allen Schwellenländern zu beobachten. Insbesondere die Digitalisierung verändert vielerorts den Alltag. Die Bevorzugung mobilgestützter Systeme ermöglicht eine schnelle Einführung digitaler Zahlungsmethoden und erweitert den Zugang zu Krediten, was die Wirtschaft beflügelt und die Produktivität steigert. Bei der Einführung neuer Technologien überholen die Schwellenländer inzwischen in vielen Bereichen die etablierten Volkswirtschaften. 

Vor diesem Hintergrund bieten die Emerging Markets Investoren daher Zugang zu einer Vielzahl langfristiger Wachstumsfaktoren, zu denen neben dem traditionellen Thema Urbanisierung auch die Digitalisierung und die Energiewende gehören. Doch trotz der wachsenden Bedeutung der Schwellenländer für die Weltwirtschaft und der herausragenden Rolle dort angesiedelter Firmen aus dem Sektor der „New Economy“ sind Schwellenländer in globalen Marktindizes noch unterrepräsentiert. So machen Aktien aus Schwellenländern nur etwa 11 % der breiten globalen Benchmark MSCI ACWI Index aus. Und in den Portfolios vieler Anleger ist ihr Anteil meist noch geringer3.

„Schwellenländer sind in globalen Marktindizes noch unterrepräsentiert.“

Da die Schwellenländer in der Wahrnehmung vieler Investoren von den entwickelten Volkswirtschaften, insbesondere den USA, überschattet werden, verpassen diese Anleger aus unserer Sicht strategische Chancen und zukünftige Trends.

Günstige Demografie sorgt für zusätzliche Dynamik

Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer profitiert auch von positiveren demografischen Faktoren. 85 % der Weltbevölkerung leben in den Emerging Markets, wobei viele Länder von anhaltendem Bevölkerungswachstum und vorteilhafterer Altersstruktur als in den reifen Volkswirtschaften profitieren.  

Daraus ergibt sich eine zusätzliche Wachstumsdynamik dank einer größeren Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sowie stärkeres Potenzial für die Konsumnachfrage, vor allem aufgrund der wachsenden Mittelschicht. Diese wird sich in den Schwellenländern auf Sicht von zehn Jahren voraussichtlich verdoppeln und von 354 Millionen Haushalten im Jahr 2024 auf 687 Millionen im Jahr 2034 anwachsen4. Auch daraus sollte sich ein starker Wachstumsimpuls ergeben.  

Eine wachsende Mittelschicht stützt langfristig den Konsum in den Bereichen Wohnen, Gesundheit, Bildung, Reisen und digitale Dienstleistungen. Unternehmen, die diese Bedürfnisse bedienen – seien es nationale Marktführer oder lokale Niederlassungen internationaler Konzerne – können von einer lang anhaltenden Nachfragephase profitieren, während sich der Grad der Marktdurchdringung den globalen Niveaus annähert.

Unterdessen haben die entwickelten Volkswirtschaften mit der zusätzlichen Belastung durch einen Rückgang der Erwerbsbevölkerung und einer zunehmenden Staatsverschuldung infolge der Alterung der Bevölkerung zu kämpfen.

Ein Anlagesegment im Wandel

Stetige Veränderung ist ein Wesensmerkmal der Schwellenländer. Von als rückständig geltenden Volkswirtschaften, die durch politische und wirtschaftliche Schwierigkeiten gekennzeichnet waren, haben sich die Emerging Market zu einem vielversprechenden Anlagesegment entwickelt. Begünstigt wird es durch eine positive Wachstumsdynamik, solide makroökonomische Fundamentaldaten, global wettbewerbsfähige und innovative Unternehmen sowie ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil.

Heute weisen die Märkte der Schwellenländer eine ähnliche Volatilität auf wie die der entwickelten Staaten. Zu verdanken ist das vor allem verbesserten geld- und fiskalpolitischen Rahmenbedingungen, flexibleren Wechselkursen und günstigeren Verschuldungsprofilen.

Beispielsweise haben die Zentralbanken der Schwellenländer, die in der Bewältigung von Inflationsphasen sehr erfahren sind, in den letzten Jahren an Glaubwürdigkeit gewonnen: Sie reagierten schnell auf den Inflationsschub nach der Corona-Krise, während die Zentralbanken der entwickelten Länder zögerlich waren.

Im Unterschied zu früher reagieren die Schwellenländer nicht lediglich auf die US-Geldpolitik, sondern haben verlässliche und glaubwürdige eigene Rahmenbedingungen geschaffen. So hat die brasilianische Zentralbank in ihrem letzten geldpolitischen Straffungszyklus die Zinsen bereits 12 Monate vor der ersten Zinserhöhung durch die US-Notenbank angehoben.

Infolgedessen hat sich der Inflationstrend erstmals umgekehrt: Die Gesamtinflation5 sinkt in den Schwellenländern schneller als in den entwickelten Volkswirtschaften6. Diese Verschiebung unterstützt nicht nur die Anleihemärkte der Schwellenländer, sondern trägt auch dazu bei, die Risikolücke an den Aktienmärkten zu verringern.

Nicht nur die Zentralbanken in den Schwellenländern haben ihren Kurs geändert. Auch viele Regierungen in den Emerging Markets zeichnen sich zunehmend durch vernünftige Fiskalpolitik und Stabilitätsorientierung aus, während die entwickelten Staaten zunehmend mit Haushaltsproblemen zu kämpfen haben. Die durchschnittliche Schuldenquote der Schwellenländer und in Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen liegt bei 73 %, während sie in den entwickelten Staaten 110 % beträgt7. Stabile Schuldenstände stellen einen Puffer dar, mit dem sich globale Schocks besser abfedern lassen, und generell scheinen die Schwellenländer zunehmend widerstandsfähig zu sein.

Bestätigt wird dieses Bild durch weitere aktuelle Trends in den Schwellenländern. So haben sich auch die Devisenreserven insgesamt verbessert und das Wachstum der Märkte für Anleihen in Landeswährung sorgt für mehr Stabilität und Autonomie.

„Die Schwellenländer reagieren nicht mehr lediglich auf die US-Geldpolitik, sondern haben zuverlässige und glaubwürdige eigene Rahmenbedingungen geschaffen.“

In der Vergangenheit galt das Schicksal der Schwellenländer in der Regel als eng mit der Stärke des US-Dollars und den US-Zinsen verbunden. Grundsätzlich können höhere Zinsen in den Vereinigten Staaten und eine Dollar-Aufwertung Kapital aus den Schwellenländern in die USA umlenken. Mit zunehmendem Reifegrad der Emerging Markets scheint sich jedoch der Einfluss dieser Faktoren verringert zu haben, sodass die aufstrebenden Volkswirtschaften heute weniger anfällig für Entwicklungen in den USA sind. Dennoch bleibt die Entwicklung des Dollars wichtig für Anleger in Schwellenländern, insbesondere im Hinblick auf das Segment Emerging Market-Debt.

Fortschritte bei Unternehmen aus Schwellenländern

Nicht nur das Umfeld für Staatsanleihen aus Schwellenländer hat sich verbessert, auch die Bonität von Unternehmensemittenten hat sich stetig erhöht.

Unternehmen aus den Emerging Markets zeichnen sich durch günstigere Verschuldungskennzahlen mit niedrigerer Nettoverschuldung (Kreditaufnahme) und besseren Zinsdeckungsquoten aus. Bei Firmen mit Investment Grade Rating liegt der Verschuldungsgrad im Durchschnitt unter 1, während er in den entwickelten Ländern bei 3 liegt. Selbst im Hochzinsbereich sind die Verschuldungskennzahlen im Vergleich zu ihren Pendants in den reifen Volkswirtschaften günstig.

Dies Tatsächlich sanken die Zahlungsausfälle in den Schwellenländern im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2017, was das positive fundamentale Bild illustriert. Infolgedessen erscheint das Risiko/Ertrags-Profil von Unternehmensanleihen aus Schwellenländern wohl attraktiver als das entsprechender Anleihen aus entwickelten Volkswirtschaften.

Nicht nur unter dem Aspekt des Verschuldungsgrads haben die Schwellenländer Fortschritte gemacht. Auch für Aktienanleger sind Unternehmen aus Schwellenländern in den letzten Jahrzehnten attraktiver geworden, da sich ihre Governance-Standards allgemein verbessert haben.

Das Management der Unternehmen wird immer professioneller, trifft bessere Entscheidungen in punkto Kapitaleinsatz und legt heute mehr Wert auf das „Endergebnis“ und die Rentabilität als auf das Umsatzwachstum.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die zunehmende Berücksichtigung der Aktionärsinteressen. Dies ist besonders wichtig in Schwellenländern, wo es historisch bedingt eine große Anzahl staatlicher und familiengeführter Unternehmen gibt, die nicht immer im Einklang mit den Interessen von Minderheitsinvestoren agierten. In den letzten Jahren sind die Firmen in den Emerging Markets jedoch aktionärsfreundlicher geworden, was sich in der Zunahme von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen zeigt, insbesondere in Ländern wie China8.

Während sich das fundamentale Umfeld in den Schwellenländern verbessert hat, bestehen dort weiterhin von vielen Anlegern unerkannte Chancen, da es sich allgemein noch um ein weniger gut verstandenes Anlagesegment handelt. Nach wie vor verbreitet ist das Bild der Schwellenländer als schwankungsanfällig und politisch instabil, was die Meinung vieler Investoren bezüglich Anlagen in den Emerging-Markets beeinflusst.

Die Stimmung gegenüber Schwellenländern wird oft sowohl positiv als auch negativ übertrieben, was zum Teil auf die Kluft zwischen Wahrnehmung und Realität zurückzuführen ist. Aufgrund dieser Anlegerpsychologie haben disziplinierte, langfristig orientierte Investoren mit Schwellenland-Expertise die Chance, von der Diskrepanz zwischen Bewertungen und Fundamentaldaten zu profitieren.

„Unternehmen aus Schwellenländern sind aktionärsfreundlicher geworden, was sich in höheren Dividenden und Aktienrückkäufen widerspiegelt.“

Emerging Markets – eine Vielfalt unterschiedlicher Profile 

Die Schwellenländer gelten zwar als eigenständiges Anlagesegment, sie sind aber alles andere als einheitlicher Block. Sie bilden vielmehr ein Potpourri aus Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Profilen und Wachstumsfaktoren.

Zum EM-Segment zählen über 70 Länder in Asien, Afrika, Lateinamerika und in Europa. Die Attraktivität dieser heterogenen Gruppe wurzelt nicht zuletzt darin, dass jede Region spezifische Charakteristika und Chancen bietet.  

Diese Vielfalt bedeutet, dass ein aktiver Investor in den Schwellenländern mehrere Themenbereiche erschließen kann – von technologischer Innovation und Verbrauchernachfrage bis hin zu Energie und Infrastruktur. Gleichzeitig kann er von unterschiedlichen Konjunkturzyklen und regionaler Widerstandsfähigkeit profitieren.

Die Bedeutung dieses Diversifizierungsvorteils wurde 2025 durch die Einführung von Zöllen durch die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump deutlich. Diese Zölle wurden nicht weltweit einheitlich festgelegt, sondern variierten sowohl hinsichtlich ihrer Höhe als auch ihrer Auswirkungen erheblich.

So ist beispielsweise Brasilien trotz eines hohen Zollsatzes von 50 % aufgrund seines geringen Exportanteils am BIP und seiner stark auf den Binnenmarkt ausgerichteten Wirtschaft vom US-Zollregime weniger betroffen. Ähnliches gilt für Indien, während Vietnam mit einem niedrigeren Zollsatz von 20 % nach Abschluss eines Handelsabkommen mit den USA aufgrund seines größeren Anteils der Exporte in die USA stärker exponiert sein dürfte.

Das Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets könnte in der Zeit nach Einführung der Zölle einen Aufschwung erleben, wenn Hersteller aus Schwellenländern zu „Near-Shoring“- oder „Friend-Shoring“ (Verlagerung der Produktion näher an die heimischen Märkte oder in benachbarte oder befreundete Märkte) übergehen oder stärker von den Binnenmärkten oder dem intraregionalen Handel profitieren.

Beitrag von EM-Anlagen zur Portfoliodiversifizierung

Darüber hinaus eröffnet die Breite des investierbaren EM-Universums mit fast 100 Ländern trotz länderspezifischer Wachstumsrisiken durch die US-Zölle viel Raum für Diversifizierung.

Vor allem aber hat die amerikanische Zollpolitik die seit langem akzeptierte Vorstellung von der „Ausnahmerolle der USA“ in Frage gestellt und den Bedarf zur breiteren Diversifizierung der Portfolios verstärkt. Da die Schwellenländer ein vielfältiges Spektrum an langfristigen Chancen über viele Märkte hinweg bieten, die sich nicht synchron entwickeln, kann dieser strukturelle Vorteil für aktive Investoren wertvoll sein.

Des weiteren kann ein Engagement in Schwellenländern auch Portfolios diversifizieren, die ansonsten auf eine kleine Gruppe von Marktführern in den entwickelten Staaten konzentriert sind. In Zeiten, in denen die Märkte der reifen Volkswirtschaften eine Konzentration auf Stilebene aufweisen, können EM-Engagements dazu beitragen, die Teilhabe an unterschiedlichen Konjunkturzyklen zu verbreitern. 

Schwellenländer: Robust, diversifiziert und zukunftsfähig 

Die Emerging Markets bieten Anlegern mehr als nur Wachstum – sie können außerdem Diversifizierung, Widerstandsfähigkeit und Zugang zu bedeutenden strukturellen Trends in der Weltwirtschaft eröffnen. Mit verbesserten Staatsfinanzen, zunehmender Tiefe der lokalen Finanzmärkte und dynamischen Sektoren wie Technologie und Erneuerbare Energien bieten die Schwellenländer unseres Erachtens gute Voraussetzungen für langfristige Anlagechancen.

Durch Aufnahme von Assets aus den Emerging Markets lässt sich das Renditepotenzial eines Portfolios steigern und das Konzentrationsrisiko verringern. Daneben kann man so auf die demografischen und innovationsgetriebenen Kräfte setzen, die voraussichtlich das nächste Jahrzehnt an den Anlagemärkten prägen werden.
 

1 Internationaler Währungsfonds, „World Economic Outlook: Global Economy in Flux, Prospects Remain Dim“, imf.org, Oktober 2025
2 S&P Global, „Emerging Markets: A Decisive Decade“, spglobal.com, Oktober 2024
3 Dodge & Cox, „Emerging Markets: Why and Where“, dodgeandcox.com, Mai 2024
4 Oxford Economics, „The future of the middle class in emerging markets“, (oxfordeconomics.com), Oktober 2024.
5 Gemessen am Verbraucherpreisindex
6 M&G, Bloomberg, November 2025
7 Internationaler Währungsfonds, „Bruttoverschuldung“ (imf.org), April 2025
8 Reuters, „Dividendensprung signalisiert Kulturwandel an den chinesischen Märkten“, (reuters.com), Januar 2025

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