Wichtige Portfoliotransaktionen in den vergangenen zwölf Monaten
Im Jahr 2025 kam es zu einigen signifikanten Portfolioveränderungen. So bauten wir im zweiten Quartal 2025 eine neue Position in Samsung SDS auf. Die Digitalsparte der Samsung-Gruppe war zum Kaufzeitpunkt mit einem KGV von 15 attraktiv bewertet und verfügte über hohe Nettobarmittel. Das Unternehmen ist aus unserer Sicht gut positioniert für Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen im Zuge der koreanischen „Value Up“-Agenda. Im Gegenzug wurde die Position im chinesischen Elektroauto Hersteller BYD aufgrund von Bedenken über nachlassendes Wachstum und die Bilanzstruktur vollständig verkauft.
Im vierten Quartal erfolgte ein Einstieg in die Bank of the Philippines Islands, die führende Bank des Landes. Nach einer deutlichen Marktkorrektur war die Bewertung aus unserer Sicht attraktiv, was uns zum Einstieg bewegte.
Zudem wurde CP All – der dominierende 7 Eleven Betreiber in Thailand mit über 70 % Marktanteil – aufgestockt. Obwohl das Unternehmen seine Gewinnziele für 2025 erfüllte, wurde die Aktie seit der COVID Zeit stark abgewertet: statt einem ehemals 30-fachen erwarteten KGV liegt die Bewertung nun etwa beim 14-fachen – und das bei einer Dividendenrendite von 3,5 % und stabilen Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich.
Unsere Position im chinesischen Unternehmen Jing Dong Industrial (JDI) wurde im Laufe des Jahres weiter erhöht. JDI baut seine Präsenz in industriellen Lieferketten aus, erzielt hohe wiederkehrende Umsätze und wächst trotz des schwierigen chinesischen Umfelds zweistellig. Mit einem 17-fachen erwarteten KGV und Netto-Barmitteln von 40 % des Börsenwerts bleibt das Unternehmen günstiger als vergleichbare Unternehmen auf globaler Ebene.
Zu den jüngsten Transaktionen zählen drei neue Zukäufe im Januar diesen Jahres: das taiwanesische Halbleiterunternehmen ASE Tech, der Bahnstreckenbetreiber Peking-Shanghai High-Speed Railway und eine kleine Position in Südkoreas führender Life Care-Marke Coway.
Bewertungsrückgänge bei Qualitätsunternehmen eröffnen neue Chancen für 2026
In den letzten 18 Monaten sind viele zuvor als hochwertige, stabile Wachstumsunternehmen eingestufte Aktien deutlich gefallen – insbesondere aus den Bereichen Konsumgüter, Telekommunikation und spezialisierte Industrien. Die ehemals teuren Bewertungen wurden trotz weiterhin solider Unternehmensergebnisse deutlich abgewertet.
Der Hauptgrund für diesen Trend scheint eine Verlagerung der Anlegerpräferenzen hin zu KI-bezogenen Aktien zu sein. Mit zunehmender Begeisterung für künstliche Intelligenz haben Anleger ihr Kapital in erheblichem Umfang umgeschichtet, was zu einer dramatischen Neubewertung dieser früheren Börsenlieblinge geführt hat. Die Neubewertung ist demnach nicht auf Fundamentaldaten, sondern eher auf die Entwicklung der Anlegerstimmung zurückzuführen, die sich hin zu neueren, wachstumsorientierten Anlagemöglichkeiten verschoben hat.
Für den M&G (Lux) Asian Fund stellen diese „Fallen Angels“ jedoch nur ein mögliches Feld von vielen dar. Die Strategie bleibt bewusst breit diversifiziert und zielt auf diverse voneinander unabhängige Alpha-Quellen ab – ohne übermäßige Abhängigkeiten von einzelnen Themen oder Sektoren.
M&G (Lux) Asian Fund
Fondsbeschreibung
Der Fonds strebt über einen Zeitraum von fünf Jahren kombinierte Erträge und ein Kapitalwachstum an, das über dem des Aktienmarkts der Asien-Pazifik-Region (ausgenommen Japan) liegt (gemessen am MSCI All Country Asia Pacific ex Japan Net Return Index). Dabei wendet er die ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) an. Mindestens 80 % des Fonds sind in Aktien von Unternehmen investiert, die ihren Sitz oder ihre überwiegende Geschäftstätigkeit in der Asien-Pazifik-Region (ausgenommen Japan) haben. Der Fonds kann in chinesische A-Aktien über die Shanghai - Hong Kong Stock Connect und/oder die Shenzhen - Hong Kong Stock Connect investieren. Die Titelauswahl basiert auf einer eingehenden Analyse der einzelnen Unternehmen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Gewinnen, der Unternehmensführung und der Bewertung liegt. Es werden Aktien mit unterschiedlichen Rentabilitätsprofilen ausgewählt, um einen Fonds aufzubauen, der sich unter einer Vielzahl von Marktbedingungen gut entwickeln kann. Der Fonds investiert in Wertpapiere, die die ESG-Kriterien erfüllen, und wendet dabei einen Ausschlussansatz und einen positiven ESG-Tilt an, wie im Prospekt beschrieben. Die empfohlene Haltedauer des Fonds beträgt fünf Jahre.